
Brigitte Helm wurde als Brigitte Eva Gisela Schittenhelm (bürgerlicher Name) am 17. März 1908 in Berlin geboren. Schon im Alter von 19 Jahren wurde sie 1926 ausgewählt für die Hauptrolle - besser Doppelrolle - als Maria / Roboter in Fritz Lang's Stummfilmklassiker
Metropolis.
Durch diese Rolle wurde sie zum Star aller Zeiten: der Maria-Robot wurde zum Symbol der heutigen Popkultur, besonders auch durch die kolorierte Neufassung mit der Musik von Giorgio Moroder (1984). Von 1927 bis 1935 spielte Brigitte Helm in mehr als 30 deutschen, französischen und englischen Filmen, so in Alraune (Stummfilm 1928, Tonfilm 1930), Die Liebe der Jeanne Ney (1927), Die Herrin von Atlantis (L'Atlantide / The Mistress of Atlantis, 1932), und Gold (1934), weitere Filme siehe Filmografie. 1935 heiratete sie den Industriellen Dr. Hugo Kunheim (zweite Heirat). Sie zog sich aus dem Filmgeschäft zurück und zog weg von Berlin wegen Differenzen mit den Nazis, sie wollte da nicht mitmachen. Sie hatte vier Kinder und führte ein sehr zurückgezogenes Leben in der Schweiz. Im Alter von 88 Jahren starb sie 1996 in Ascona.
zum Anfang
Kurzbio (aus dem Lexikon des deutschen Films u.a.)
1908:
- am 17. März geboren als Brigitte Eva Gisela Schittenhelm in Berlin
1925:
- Fritz Lang wählt sie für die Doppelrolle Maria / Robot für seinen Film Metropolis
- Probeaufnahmen für Metropolis
- 10-Jahresvertrag mit der UFA
1926:
1927:
- Film Am Rande der Welt
- Film Die Liebe der Jeanne Ney
1928:
- Film Alraune
- Film Abwege
- Film Die Yacht der sieben Sünden
1929:
- Film L'Argent (Geld! Geld!! Geld!!!)
- Film Autour de L'Argent
- Film: Skandal in Baden-Baden
- Film Die wunderbare Lüge der Nina Petrowna
- Film Manolescu - Der König der Hochstapler
1930:
- Film Die singende Stadt
- Film Alraune
1931:
- Film Im Geheimdienst
- Film Gloria (deutsche und französische Version)
1932:
- Film The Blue Danube
- Film Die Gräfin von Monte Christo
- Film Die Herrin von Atlantis (L'Atlantide / The Mistress of Atlantis)
(deutsche, französische und englische Version)
- Film Eine von uns
1933:
- Film Hochzeitsreise zu Dritt
- Film Voyage de noces
- Film Der Läufer von Marathon
- Film Spione am Werk
- Film L´Étoile de Valencia
- Film Die schönen Tage von Aranjuez
- Film Adieu les beaux jours
- Film Inge und die Millionen
1934:
- Film Gold (L'Or) (deutsche und französische Version)
- Film Die Insel
- Film Vers l´abime
- Film Fürst Woronzeff (Le secret des Woronzeff) (deutsche und französische Version)
1935:
- Film Ein idealer Gatte
- Heirat mit Dr. Hugo Kunheim (zweite Heirat)
- Rückzug aus dem Filmgeschäft
1968:
- Deutscher Filmpreis: ausgezeichnet mit dem Filmband in
Gold für langjährige und überragende Arbeit für den deutschen Film
1996:
- am 11. Juni 88-jährig gestorben in Ascona, Schweiz
nach oben
Die Presse zum Tode von Brigitte Helm:
Frankfurter Rundschau 13.06.1996
Die Frau, die Metropolis schuf: Brigitte Helm ist tot
Raketenstart einer Karriere in einem Zukunftsfilm: Für
Metropolis engagierte Fritz Lang 1926 Brigitte Eva Gisela Schittenhelm
sozusagen von der Schulbank weg und machte sie als Brigitte Helm auf Anhieb zur
Kinogröße, die angeknackste Ufa durch den Erfolg des Films aber zu aller
Erleichterung (eher war mit dieser Unbekannten in der Hauptrolle das Gegenteil
erwartet worden) wieder liquide. In der Doppelrolle der Maria und des nach ihrem
Ebenbild geformten Maschinenmenschen behauptete die junge, zarte Helm (laut
Friedrich Luft "eine sonderbare Art eckiger Schönheit") sich in diesem von
Architektur, Ausstattung und Kostümen dominierten, monumentalen Werk neben Stars
wie Gustav Fröhlich und Heinrich George. Der Ufa war sie fortan teuer, der
Filmkonzern konnte sie lukrativ ausleihen und die mit ihr gedrehten Filme dann
selbst verleihen. Einen Prozeß gegen ihren Arbeitgeber, von dem sie sich weder
genug herausgestellt noch ausreichend bezahlt fühlte, verlor Brigitte Helm, die
zwei Monate, die sie die Ufa-Ateliers bestreikt hatte, mußte sie nacharbeiten.
Brigitte Helm hatte auch befürchtet, auf die Femme fatale festgelegt zu werden
- ein Frauentyp freilich, in dem sie beim Publikum besonders gut ankam. Sie hat
in zehn Jahren in zehn Stumm- und 18 Tonfilmen mitgewirkt, so
Manolescu
von Victor Tourjansky,
Die Liebe der Jeanne Ney und
Die Herrin von
Atlantis von G.W. Pabst,
Die wunderbare Lüge der Nina Petrowna von
Erich Pommer,
Alraune von Richard Oswald als Tonfilm sowie, zwei Jahre
zuvor, 1927 dieselbe Rolle noch im Stummfilm. 1934 dann
Gold von Karl
Hartl, und im Jahr darauf zog sich, auch wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem
NS-Regime, Brigitte Helm ins Privatleben zurück. Ihre Filmkarriere war beendet.
In
Metropolis wird sie bis ans Ende aller Filmkunst gegenwärtig sein,
auch nach ihrem Tod. Im Alter von 88 Jahren ist Brigitte Helm am Dienstag in
Ascona an Herz-Kreislauf-Versagen gestorben.
HS [Helmut Schmitz]
taz, die tageszeitung 13.06.1996
Brigitte Helm
Gisela Eva Schittenhelm hieß der zukünftige Ufa-Star, der 1908 als Tochter eines Offiziers
in Berlin geboren wurde. Schon als Vierzehnjährige trat Brigitte Helm in einem
"Kulturfilm" auf, doch eigentlich wollte sie Astronautin werden. Mutter
Schittenhelm überredete die junge Brigitte jedoch, Probeaufnahmen bei Fritz Lang
zu machen, und Fritz Lang war es auch, der Brigitte Helm entdeckte, "sein
Metropolis" machte sie 1927 zum Star. Die blonde, zarte Helm spielte neben
Gustav Fröhlich und Heinrich George eine Doppelrolle: das Arbeitermädchen Maria
und seine bösartige Doppelgängerin, eine Maschinenfrau. Halbnackt tanzt sie vor
der Oberschicht von Metropolis, Technikwahn in Art-deco-Ambiente. Die gleiche
Brigitte Helm sieht man als lichtumflorte, sanftäugige "Madonna der Kinder" von
Metropolis. Übergroße Augen im schmalen Gesicht, das von einer Strahlenkrone
gerahmt wurde, ein biegsamer Mädchenkörper, dunkler Sog und blickloses Trauern
- ihre ebenso ätherische wie zweideutige Schönheit schien Brigitte Helm für
immer auf die Rolle der
femme fatale festzulegen. 1927 nimmt sie in "Alraune"
als synthetisches Wesen, erzeugt aus den Körpern einer Dirne und eines
Gehenkten, grausam Rache an den ihr verfallenen Opfern: "eine
betörende Frau von destruktiver Gefühllosigkeit", zugleich tödliches Unbewußtes
lange vor Stephen King. Brigitte Helm, eine subtile Frau, bemühte sich um
differenziertere Rollen. So spielte sie ein blindes Mädchen ("Die Liebe der
Jeanne Ney") und in "Abwege" eine verbitterte Frau. Fast ein Jahrzehnt gehörte
Helm zu den großen Stars der Ufa. Sie sollte die fesche Lola spielen, die
Marlene Dietrich dann zum Platz im Olymp verhalf. Helm drehte in Frankreich und
England, konnte aber den Sensationserfolg von "Metropolis", an dem sie
zeitlebens gemessen wurde, nie wiederholen. 1935 heiratete sie den Industriellen
Hugo Kuhnheim, zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und bekam vier Kinder. Der
Rückzug war bewußt gewählt; Brigitte Helm hatte die Studios wegen Differenzen
mit den Nazis verlassen. Das schönste und geheimnisvollste Gesicht des deutschen
Films wollte nicht paktieren. Am Dienstag schloß es im Alter von 88 Jahren in
Ascona für immer die Augen.
[Anke Westphal]
Die Welt 13.06.1996
Die Helm: Unsterblich als Maschinenmensch Maria
Ascona - Im Laufe von 100 Jahren hat der deutsche Film genau zwei
Ikonen hervorgebracht, die weltweit sofort Erkennung finden. Die eine schlägt,
auf einem Piano sitzend, die langen Beine übereinander, heißt Marlene Dietrich
und stammt aus dem "Blauen Engel". Die andere steckt in einer Art Ritterrüstung,
welche die Brüste betont, und assoziiert sofort "Metropolis". Nur -- anders als
bei Marlene -- ist der dazugehörige Name in Vergessenheit geraten. Brigitte Helm
wollte es so. Am Dienstag ist sie 88jährig im Tessin gestorben.
Vor "Metropolis" war nichts. Geboren in Berlin als Tochter eines preußischen
Offiziers, Rollen bei Schulaufführungen, Abitur mit dem Berufswunsch Astronomin.
Dann schickte Mutter Schittenhelm heimlich Brigittes Foto an Fritz Lang, der
bestellte sie zu Probeaufnahmen und legte der 19jährigen Anfängerin die
Hauptrolle in einem Meilenstein der Filmgeschichte auf die Schultern. Eine
Doppelrolle sogar: die den Arbeitermassen Erlösung verheißende Jungfrau Maria
sowie der Maschinen-Vamp Maria, welcher vom Herren von Metropolis als agent
provocateur eingeschleust wird. Ein Part jedenfalls, mit dem sie die Extreme des
damaligen (wie heutigen) Frauenbildes markierte: auf der einen Seite das von
Gefühl, menschlicher Wärme und Mütterlichkeit geprägte Wesen, auf der anderen
die entfesselte weibliche Sexualität, die nicht nur die kapitalistische Ordnung
ins Chaos stürzt, sondern insbesondere die Mannesherrschaft bedroht. Nicht
umsonst endet sie auf dem Scheiterhaufen, bevor die Ordnung wieder hergestellt
werden kann.
Das war eines jener fulminanten Debüts, nach denen es
eigentlich nur noch bergab gehen kann. In den nächsten Jahren vermochten die
Regisseure in ihr fast nur den schwarzhaarigen Vamp zu sehen, von Henrik Galeens
"Alraune" über Marcel L´Herbiers "Geld! Geld!! Geld!!!" bis zu G.W. Pabsts "Die
Herrin von Atlantis". Scharf geschnittene Züge, starre Mimik, vorgezogene
Schultern, vorgeschobenes Becken - sie war die deutsche, wenn auch entschärfte
Antwort auf die Film-Vamps wie Theda Bara oder Pola Negri.
Einen Zehnjahresvertrag hatte sie nach "Metropolis" mit der Ufa geschlossen, ein Traum
für ein junges Mädchen, doch nach fünf Jahren schon ein Alptraum für die
gereifte Schauspielerin. Sie wollte nicht mehr als Vamp und Agentin, Spionin und
Giftschluckerin über die Leinwand zwielichtern und klagte vor dem
Filmschiedsgericht auf andere Rollenverwendung. Nach einem Vergleich durfte sie
auch "moderne" Frauen spielen, durch eigenen Beruf selbständig und doch noch die
Hoffnung auf die große Liebe im Kopf.
Den Sprung in den Tonfilm schaffte
sie (die nie Sprecherziehung erhalten hatte), den Goebbelschen Personalschnitt
überstand sie, doch ihr Faible für schnittige Sportwagen wurde ihr zum
Verhängnis. 1933 überfuhr sie einen Radler und kam mit 600 Reichsmark Geldstrafe
davon. 1934 verletzte sie eine Fußgängerin schwer und mußte für zwei Monate ins
Gefängnis. Einen einzigen Film drehte sie danach noch, dann kam alles zusammen:
ihr Image als "Vamp am Volant", die unbefriedigenden Rollen, der Mann ihres
Lebens. 1935 heiratete sie den Münchner Industriellen Dr. Hugo Kunheim, zog ihre
vier Kinder groß und blickte nie zurück. Presse und Filmhistoriker deckten sie
60 Jahre lang mit Interview-Wünschen ein und holten sich ausnahmslos Absagen.
Was bleibt, ist der Maschinenmensch Maria.
Hanns-Georg Rodek
Die Zeit 21.06.1996
Brigitte Helm
Gerade zehn Jahre dauerte ihre Karriere - von 1926 bis 1936. Doch in dieser Zeit arbeitete
Brigitte Helm mit den besten Kino-Regisseuren zusammen, die Deutschland damals
noch zu bieten hatte: 1927 mit Karl Grune ("Am Rande der Welt"), 1931 mit Gustav
Ucicky ("Im Geheimdienst") und Gerhard Lamprecht ("Spione am Werk"), 1933 mit
E.A. Dupont ("Der Läufer von Marathon"), 1934 mit Arthur Robison ("Fürst
Woronzeff"), 1935 mit Herbert Selpin ("Ein idealer Gatte"). Angefangen aber
hatte sie ganz oben: in Fritz Langs "Metropolis", als "Heilige und Hure".
Einerseits ist sie das gutmütige Arbeitermädchen Maria, das die Unterdrückten zu
führen sucht, um sie von der erlösenden Macht menschlicher Herzenskraft zu
überzeugen. Andererseits ist sie das kaltherzige Maschinenwesen, das, als Marias
Ebenbild entworfen, "das Volk im Sinne der Herrschenden verführen soll".
Brigitte Helm gelang mit dieser Rolle ein aufreizendes Spiel zwischen Schein und
Sein, das sie zu einer Ikone des deutschen Kinos machte. Ihr Auftritt nahm
bereits vorweg, was erst später im Kino klar wurde, bei Marlene oder Marilyn:
Auch Verführung ist bloß ein Effekt. Ihre "Alraune" (1927, stumm, für Henrik
Galeen; 1931, mit Ton, für Richard Oswald), dieses künstliche Geschöpf, erdacht,
um die Männer zu verwirren und ins Verderben zu reißen, zeigte dann alle
Facetten des Kino-Vamps. Sie variiert geradezu genüßlich die Aura des
Dämonischen: ein so faszinierendes wie ängstigendes Spiel um Männerphantasien am
Rande des Verbotenen. Brigitte Helm, die ihre Rollen nie sonderlich, ihre
Funktion innerhalb des NS-Staats überhaupt nicht mochte, entschied sich - nach
Ablauf ihres ersten, zehn Jahre dauernden Vertrags mit der Ufa - auszusteigen.
Sie heiratete den Industriellen Hugo Kunheim, gebar vier Kinder und verbrachte
ihr Leben zurückgezogen in Ascona. Anfang vergangener Woche starb sie
achtundachtzigjährig in ihrer Villa an einem Herzversagen.
[Dr. Norbert Grob]
film-dienst Vol. 49 Nr. 14 vom 02.07.1996
Brigitte Helm
Obwohl sie sich bereits Mitte der
30er Jahre, damals selbst knapp 30jährig, nach Schwierigkeiten mit dem NS-Regime
und Dauerfehden mit der Ufa vom Filmgeschäft zurückzog, steht der Name Brigitte
Helm (eigentlich: Brigitte Eva Gisela Schittenhelm) auch heute noch für einen
(Film-)Mythos. Ein Mythos, der bereits mit ihrer ersten Filmrolle erschaffen
wurde. Fritz Lang trug ihr die Doppelrolle der Maria und der nach ihrem Ebenbild
erschaffenen Maschinenfrau in seinem Filmklassiker "Metropolis" (1925/ 26) an.
Die am 17. März 1908 in Berlin geborene Schauspielerin, die keine
Schauspielausbildung hatte, überzeugte nicht nur in der ungeheuer
widersprüchlichen Doppelrolle - hier die zarte, liebende Frau, ein fast
ätherisches Wesen, das sich für die Mitmenschen verzehrt, dort der kühle,
stahlharte Vamp, als Verkörperung eines todbringenden Lustprinzips -, sondern
verhalf der maroden Ufa auch zu einem überwältigenden kommerziellen Erfolg. Ein
Zehnjahresvertrag war eine der Folgen, die Rollenfestlegung auf den
männermordenden Vamp ("Alraune", 1927) eine andere. Zwar schaffte Brigitte Helm
den Übergang zur Tonfilmära und drehte in England und Frankreich, doch als 1935
der Ufa-Vertrag auslief, zog sie sich zurück. Daß Brigitte Helm nicht nur
Cineasten, sondern auch einem jüngeren Publikum bekannt geblieben ist, ist wohl
Giorgio Moroders nicht unumstrittener Neufassung von "Metropolis" (1984) zu
verdanken. Brigitte Helm starb am 11. Juni im Alter von 88 Jahren in Ascona an
Herz-Kreislauf-Versagen.
epd-film Nr. 8 / 1996
Brigitte Helm, 17.3.1908-11.6.1996
Schon ihr erster Leinwandauftritt machte sie zu einer der Ikonen des Kinos. 1926 spielte
Brigitte Helm als Neunzehnjährige in Metropolis die Rolle der
Roboter-Maria, die von den Herren der Riesenstadt als "agent provocateur" unter
die Arbeiter gesandt wird. Die Sequenz, in der der Maschinenmensch, noch an
Schläuchen und Drähten hängend, zum Leben erweckt wird, taucht noch heute in
manchem Video-Clip auf. Die Schauspielerin, als Brigitte Eva Gisela Schittenhelm
geboren, spielte in dem Film von Fritz Lang auch den Gegenpart, das
Arbeitermädchen Maria, das in der Zukunftsstadt die Massen anführt. Diese
Doppelrolle brachte ihr einen Zehnjahresvertrag bei der Ufa ein, obwohl
Metropolis die Produktionsgesellschaft fast in den Ruin getrieben hätte.
Doch die Rollen, die sie in den Filmen etwa von Henrik Galeen (Alraune,
1927) oder Marcel L'Herbier (Geld! Geld! Geld! , 1928) zu übernehmen
hatte, legten sie auf die Rolle des Vamp fest, und Brigitte Helm klagte sogar
gegen die Ufa auf andere Rollen. Mit der Umstellung auf den Tonfilm kam Brigitte
Helm gut zurecht, mit den Nazis nicht: 1935 drehte sie ihren letzten Film,
Ein idealer Gatte von Herbert Selpin, und zog sich nach
Meinungsverschiedenheiten mit dem NS-Regime und nach der Heirat mit einem
Industriellen ins Privatleben zurück. In zehn Stumm- und 28 Tonfilmen hat sie in
den zehn Jahren ihrer kurzen Karriere mitgewirkt.
zum Anfang
Literatur
- F.L. [Freddy Langer]: Maschinenvamp: Zum Tod von Brigitte Helm.
Frankfurter Allgemeine Zeitung 13. Juni 1996, S. 36.
- Buchka, Peter: Die Jungfrau von Babelsberg, Zum Tod der Filmschauspielerin
Brigitte Helm. Süddeutsche Zeitung 13. Juni 1996, S. 12.
- Böhm, A. 1986: Brigitte Helm, Heilige und Vamp. In Hickethier, K. (ed.):
Grenzgänger zwischen Theater und Kino, Schauspielerporträts aus dem Berlin der
Zwanziger Jahre. Berlin: Ästhetik und Kommunikation, S. 194-212 & 264-266
[Fußnoten].
- Herzog, P. / Vazzana, G. 1994: Brigitte Helm, From Metropolis to Gold,
Portrait of a Goddess. New York: Corvin.
- Ramin, R. 1933: Brigitte Helm, Geschichte einer glückhaften Karriere.
Berlin: Scherl [Illustrierte Filmbücher 15].
- uk 1978: "La grande vedette allemande", Zum 70. Geburtstag der
Schauspielerin Brigitte Helm am 17. März. FILM-Korrespondenz Nr. 3, 14.03.1978, pp. 25-26.
zum Anfang
Seiten im Internetz:
Metropolis (german-way.com)
Deutschland-Hollywood: Brigitte Helm (german-way.com)
Peter Herzogs Brigitte-Helm-Seite
Brigitte-Helm-Seite (engl.)
Fotos von Brigitte Helm
Gehe zu: Filmseite im Kultur-Netz | Bewohner | KünstlerKolonie | Kultur-Netz
Programmierung und Design: © Kultur-Netz-Service
Sie sind Besucher